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Sportkooperation zwischen Deutschland und Uganda

Deutsch-Ugandische Sportkooperation

Kinder aus den Slums Kampala, nehmen begeistert am Sportprojekt "Sports for Development & Peace" teil, © Irene Nabisenke

07.03.2018 - Artikel

Seit 1961 ist die Internationale Sportförderung des Auswärtigen Amts Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Zeit wurden in über 100 Ländern mehr als 1400 Kurz- und Langzeitprojekte in verschiedensten Sportarten durchgeführt. Teamfähigkeit, gegenseitiger Respekt, Toleranz und Fairness sollen durch die gemeinsame Teilnahme an sportlichen Aktivitäten als positive Nebeneffekte des Sports freigesetzt und gefestigt werden – soziale Kompetenzen also, die auch außerhalb des Sports für ein friedliches Miteinander unabdingbar sind.

Die Projekte und Aktivitäten der Sportförderung sind vielfältig. Sie leisten einen Beitrag zur Völkerverständigung, indem sie den Dialog zwischen den Kulturen anregen, Minderheiten stärken und Vorurteilen vorbeugen. "Menschen bewegen – Grenzen überwinden", das Motto der Sportinitiative des Auswärtigen Amts, soll deutlich machen, dass die Bundesrepublik Deutschland für all die positiven Werte steht, die Menschen beim Sport gemeinsam erleben können: Lebensfreude, Weltoffenheit, Solidarität und Fairness.

In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und den anderen Sportfachverbänden werden deutsche Sportexperten im Auftrag des Auswärtigen Amts ins Ausland entsandt. Von 2009 bis 2013 war der Langzeitexperte des DOSB, Herr Günter Lange, im Ministerium für Sport und Erziehung angesiedelt und beriet die jeweiligen nationalen Sportverbände beim Auf- und Ausbau moderner Sportstrukturen.

Seit den 1980ern lädt das Auswärtige Amt zudem in Kooperation mit dem DFB, dem DLV und den sportwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Leipzig und Mainz zu Trainerlehrgängen in Deutschland ein, die entsprechend zertifiziert werden. Inzwischen wurden zur Teilnahme an Weiterbildungskursen mehr als 25 Stipendien an ausgewählte Multiplikatoren in Uganda vergeben.

Darüber hinaus werden den Projekten und Sportverbänden Sachspenden in Form von Sportgeräten, Bällen, Trikots etc. zur Verfügung gestellt, um den teilnehmenden Sportlern und Trainern ein adäquates sportliches Umfeld zu schaffen. Eine der zahlreichen Materialspenden war eine elektronische Zeitmess-Anlage im Wert von 62 Millionen Uganda Shilling, die der Uganda Athletic Federation (UAF) 2011 übergeben wurde.

Durch den Einsatz der elektronischen Zeitmess-Anlage und eines Windmessers bei Sprint und Sprung können sich ugandische Athleten fortan für internationale Sportveranstaltungen in ihrem eigenen Land qualifizieren oder aber international anerkannte Rekorde im eigenen Land erbringen.

Im darauffolgenden Jahr wurden drei weitere Zeitmess-Anlagen an das Ministerium für Bildung und Erziehung übergeben, die seitdem zur elektronischen Zeitmessung der Laufgeschwindigkeit von U12 und U14 Schülern während der jährlich stattfindenen nationalen Leichtathletik-Meisterschaften der Grundschulen eingesetzt werden.

Um die erfolgreiche Zusammenarbeit im Sportbereich fortzusetzen, nahmen hochrangige Vertreter aus dem Sportbereich zudem an einer vom Auswärtigen Amt finanzierten Studienreise 2013 nach Deutschland teil. Das erworbene Wissen soll den nationalen Sportverbänden beim Auf- und Ausbau nachhaltiger Sportstrukturen unterstützen.