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Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Uganda

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Logo German Cooperation, © Deutsche Botschaft Kampala

22.02.2022 - Artikel

Deutschland ist ein langjähriger Partner Ugandas. Die Anfänge der deutsch-ugandischen Entwicklungszusammenarbeit gehen auf das Jahr 1964 zurück, zwei Jahre nachdem Uganda seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Schwerpunkte des bilateralen Kooperationsportfolios sind Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie die Unterstützung von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden, gute Regierungsführung, Menschenrechte, öffentliche Finanzverwaltung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dieser thematische Ansatz in Verbindung mit unserem langfristigen Engagement unter Einbindung auch kurzfristiger Maßnahmen sowie einem regionalen Fokus auf Norduganda verfolgt das Ziel einer nachhaltigen, Sektor übergreifenden Entwicklung.

Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 unterstützt Deutschland auch Aktivitäten, die darauf abzielen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen sowie die Auswirkungen der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen abzumildern. Diese Unterstützungsmaßnahmen erstrecken sich über verschiedene Bereiche: a) medizinische Maßnahmen einschließlich Hygiene/WASH und Bewusstseinsbildung, b) Sicherung von Lebensgrundlagen während der Pandemie und Unterstützung von Unternehmen.

Die folgenden Hauptakteure koordinieren die Umsetzung der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in Uganda:

Deutsche Botschaft Kampala

Der Botschaft obliegt es, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der ugandischen Regierung und anderen Entwicklungspartnern zu koordinieren sowie den allgemeinen und sektoralen Politikdialog mit der Regierung zu führen. Die Botschaft koordiniert die Aktivitäten der deutschen Durchführungsorganisationen GIZ und KfW und unterstützt deutsche NGOs, die in Uganda Entwicklungsprogramme durchführen.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH (GIZ)

Die GIZ ist die Durchführungsorganisation der deutschen Technischen Zusammenarbeit. Aktivitäten zielen vor allem auf die Politikberatung und die Stärkung von ugandischen Partnerinstitutionen ab. Dies wird hauptsächlich durch den Einsatz von technischen Beratern sowie Personalentwicklung und Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Die GIZ arbeitet überwiegend im Auftrag der Bundesregierung, wird aber auch teilweise von anderen Institutionen wie z.B. der EU mit der Implementierung von Vorhaben beauftragt.

KfW Entwicklungsbank

Als Teil der staatlichen KfW Bankengruppe ist die KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung für die Finanzielle Zusammenarbeit zuständig und vergibt Zuschüsse für Entwicklungsinvestitionen. Die KfW kann im Einvernehmen mit der Bundesregierung zusätzliche Mittel am Kapitalmarkt aufnehmen, um Kredite bereitzustellen, die die Zuschussfinanzierung ergänzen und das Programmvolumen erhöhen.  


Die Deutsche Welle Akademie (DW Akademie) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sind weitere Durchführungsorganisationen, die in Uganda im Auftrag der Bundesregierung tätig sind.

Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren

Neben der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit fördert und unterstützt Deutschland die Entwicklung Ugandas auch durch deutsche Nichtregierungsorganisationen (NROs). Diese Unterstützung durch NROs deckt verschiedene Sektoren ab und profitiert von den langjährigen Erfahrungen und Beziehungen dieser Akteure auf Distrikt- und lokaler Ebene. Die Programme nichtstaatlicher Akteure ergänzen die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit und tragen oft dazu bei, kurzfristige Unterstützung bereitstellen zu können.

Regionale Programme

Deutschland unterstützt verschiedene regionale Entwicklungsprogramme. Einige Fördermittel können direkt von einzelnen afrikanischen Ländern abgerufen werden, während andere Mittel speziell auf die Unterstützung regionaler Organisationen und deren Mitgliedsstaaten wie Uganda abzielen wie z.B. die Afrikanische Union (AU), die Intergovernmental Authority on Development (IGAD), die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) oder die International Conference of the Great Lakes Region (ICGLR). Eine der regionalen Organisationen, die in Uganda ansässig ist und Unterstützung über die deutsche Technische Zusammenarbeit erhält, ist die Nilbeckeninitiative (NBI).

Multilaterale Unterstützung

Durch Zuwendungen an multilaterale Organisationen, die Programme in Uganda finanzieren, stellt Deutschland umfangreiche finanzielle Unterstützung für Uganda bereit. Als größter Geber des Europäischen Entwicklungsfonds und einer der größten Beitragszahler der Entwicklungsaktivitäten der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank und der Vereinten Nationen leistet die Bundesregierung zusätzlich zu den bilateralen Beiträgen jährlich einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung Ugandas und zu regionalen Programmen.

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