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Die Blaue Karte (EU), Arbeitsaufnahme in einem Ausbildungsberuf oder Arbeitsaufnahme für Akademiker

13.02.2024 - Artikel

Die Beantragung dieser Visumskategorien erfolgt ONLINE über das Auslandsportal des Auswärtigen Amtes.

Allgemeine Informationen

1. Blaue Karte (EU)

Bei der Blauen Karte (EU) handelt es sich um einen Aufenthaltstitel, der von einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union erteilt werden kann.

Angehörige von Drittstaaten

  • mit akademischer Ausbildung,
  • die ein sonstiges tertiäres Bildungsprogramm erfolgreich abgeschlossen haben,
  • mit Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten im IT-Bereich

haben damit die Möglichkeit, eine Erwerbstätigkeit in einem EU-Mitgliedsstaat aufzunehmen – sofern die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden.

Für die Beantragung der Blauen Karte (EU) in Deutschland benötigen Sie:

  • einen in Deutschland vergleichbaren akademischen Hochschulabschluss, oder Nachweise über erfolgreichen Abschluss eines sonstigen tertiären Bildungsprogramms bzw. Qualifikationen im IT-Bereich,
  • ein Ihrer Qualifikation entsprechendes Beschäftigungsverhältnis in Deutschland und
  • ein jährliches Mindestbruttogehalt in Höhe von 45.300 Euro.

Bei Beschäftigungen in den Berufsfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Ingenieurwesen und der Humanmedizin sowie für Berufsanfänger gilt ein verringertes Bruttojahresgehalt in Höhe von mindestens 39.682,80 Euro (im Jahr 2023)/ 41.041,80 (im Jahr 2024). In diesem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit (BA) Ihrer Beschäftigung zustimmen. Möchten Sie in einem reglementierten Beruf arbeiten, zum Beispiel in einem Gesundheitsberuf, ist eine Berufsausübungserlaubnis zwingend erforderlich.

2. Arbeitsaufnahme in einem Ausbildungsberuf

Eine Fachkraft mit Berufsausbildung, die eine als gleichwertig zur qualifizierten deutschen Berufsausbildung anerkannte ausländische Berufsqualifikation besitzt, kann ein Visum zur Erwerbstätigkeit gem. § 18a AufenthG beantragen.

Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland z.B. in den Bereichen Handwerk, Landwirtschaft, Verwaltung, Tourismus, IT etc.

3. Arbeitsaufnahme für Akademiker

Eine Fachkraft mit akademischer Ausbildung, die einen deutschen Hochschulabschluss ODER einen anerkannten ausländischen Hochschulabschluss ODER einen einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzt, kann ein Visum zur Erwerbstätigkeit gem. § 18b AufenthG beantragen.

Online-Beantragung

Das Visum wird online über das Auslandsportal des Auswärtigen Amts beantragt. Bitte füllen Sie Ihr Antragsformular online aus und laden Sie folgende Unterlagen hoch:

  • Kopie Reisepass
  • Antragsformular
  • Passfoto
  • Geburtsurkunde
  • Vorabzustimmung der Bundesagentur für Arbeit ODER Vorabzustimmung der Ausländerbehörde im beschleunigten Fachkräfteverfahren ODER den folgenden vom Arbeitgeber ausgefüllten und unterschriebenen Erklärungsvordruck (Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis auf www.bund.de)
  • Arbeitsvertrag, aus dem sich Ihr Monatsgehalt und die Anzahl der Arbeitsstunden ergeben
  • Diplom des Hochschulabschlusses (bei IT-Spezialisten: nur falls vorhanden) oder des Abschlusses eines sonstigen tertiären Bildungsprogramms
  • Nachweis der Gleichwertigkeit Ihres Abschlusses mit einem deutschen Hochschulabschluss (entfällt bei Ausbildungsberuf, bei IT-Spezialisten: nur falls vorhanden):
    • KMK ZAB Anerkennungsschreiben mit Bestätigung der Gleichwertigkeit des Hochschulabschlusses
    • ODER beide Anabin -Auszüge zu Universität (H+) UND zu Studienabschluss (gleichwertig zum deutschen Universitätsabschluss).
    • Nur für Ausbildungsberufe: Anerkennungsbescheid der zuständigen Behörde für Ihren Studien- oder Ausbildungsabschluss als gleichwertig zum deutschen Abschluss (z.B. Hotelfachmann: IHK FOSA ; Landwirt: Landwirtschaftskammer etc.)
  • Bei IT-Spezialisten: Lebenslauf UND Nachweis der Arbeitserfahrung, z.B. Arbeitszeugnisse, Schulungszertifikate, etc.
  • Nachweis Krankenversicherungsschutz:
    • Bescheinigung der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung mit ausdrücklicher Bestätigung der Gültigkeit des Krankenversicherungsschutzes ab Einreise,
    • ODER eine Bescheinigung einer privaten Krankenversicherung mit ausdrücklicher Bestätigung der Gültigkeit ab Einreise, wenn deren Krankenversicherungsschutz nach Art und Umfang dem der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht
    • ODER eine Incoming-Krankenversicherung für die Zeit zwischen Einreise und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsbeginn, wenn deren Krankenversicherungsschutz nach Art und Umfang dem der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht.

Ihre Angaben und Unterlagen werden anschließend auf Vollständigkeit geprüft. Sie erhalten eine Rückmeldung, ob Ihre Unterlagen vollständig sind und erfolgreich eingereicht wurden. Sollten Unterlagen oder Angaben fehlen, wird dies mit Ihnen direkt über das Auslandsportal geklärt.

JETZT ONLINE BEANTRAGEN

Sie benötigen im Anschluss einen Termin in der Auslandsvertretung. Bei diesem Termin werden nur noch Ihre Identität geprüft, Ihre biometrischen Daten (Fingerabdrücke und Foto) erfasst und die Gebühr von 75 Euro in bar in UGX bezahlt. Der Termin in der Auslandsvertretung wird über das Auslandsportal gebucht.

Bitte beachten Sie:

Anträge mit unvollständigen Unterlagen werden von der Botschaft nach Aktenlage entschieden und können wegen fehlender Nachweise abgelehnt werden.

Wir empfehlen Ihnen zur Beschleunigung des Verfahrens, Ihren Arbeitgeber in Deutschland zu bitten, eine Vorabzustimmung der Bundesagentur für Arbeit einzuholen und einen Ausdruck dieser Zustimmung bei der Visumbeantragung vorzulegen.

Alternativ kann Ihr Arbeitgeber in Deutschland für Sie auch einen Antrag nach § 81a AufenthG (beschleunigtes Fachkräfteverfahren) bei der zuständigen Ausländerbehörde stellen und Ihnen dann die Vorabzustimmung der Ausländerbehörde zusenden.

Der Antrag kann auch ohne Vorabzustimmung deutscher Behörden gestellt werden. Die Zustimmung wird dann im Laufe des Visumverfahrens eingeholt.

Die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung kann Sie in Fragen der Anerkennung Ihres ausländischen Berufsabschlusses unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier

Die Zuständigkeiten ergeben sich aus dem BQFG: u.a. für nicht handwerklichen Gewerbeberufe: IHK (FOSA); für Handwerksordnung: Handwerkskammer; für Landwirtschaft: Landwirtschaftskammer; für Gesundheitsdienstberufe: Ärzte-, Zahnärzte-, Tierärzte- und die Apothekerkammern; etc.

Ausländische Urkunden, die weder in Uganda noch in Deutschland ausgestellt wurden, müssen legalisiert sein oder eine Apostille haben.

Urkunden, die nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst sind, müssen übersetzt sein.

Bitte beachten Sie, dass die Botschaft weitere Unterlagen fordern kann.


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